Cristiano Ronaldos hohe Einsatzzeiten werfen Fragen auf, während Portugal im Weltcup weiterkommt
- Juni 2026
Cristiano Ronaldo sah am Ende des 0:0-Unentschiedens gegen Kolumbien am Samstag so aus, als könnte er sich kaum schneller bewegen als ein langsames Schieben.
Angesichts der extremen Hitze und Luftfeuchtigkeit in Florida — wo die gefühlte Temperatur beim Anpfiff 41°C erreichte — ist das verständlich. Aber es wirft auch eine naheliegende Frage auf: Warum war der 41-jährige Kapitän, der in seiner sechsten Weltmeisterschaft spielt, noch auf dem Platz, als der Schiedsrichter nach fünf Minuten Nachspielzeit schließlich auf die Pfeife blies?
Ronaldo scheint sowohl unersetzlich als auch unveränderbar zu sein, selbst wenn es sowohl ihm als auch der Mannschaft zugutekommen könnte.
In der letzten halben Stunde des anstrengenden Spiels in Miami war er weitgehend ineffektiv und hätte vom Platz genommen werden sollen. Seine erwarteten Tore (xG) von 0.17 und erwarteten Vorlagen (xA) von 0.03 erzählten von einer Leistung, die wenig bot.
Portugal steht nun am Donnerstag in Toronto vor der Herausforderung gegen Kroatien im Achtelfinale. Ronaldo hat alle 270 Minuten der Gruppenphase gespielt — und inklusive Nachspielzeit hat er wahrscheinlich schon fast 300 Minuten in diesem Weltcup absolviert.
Jeder weiß, dass Ronaldo in seinem Alter außergewöhnlich fit ist. Er ist seit langem ein Vorbild für Professionalität und Engagement. Aber er ist 41. Kein Regenerationsverfahren kann die Auswirkungen der Zeit vollständig umkehren, und selbst er benötigt eine vernünftige Spielzeitverwaltung.
Dennoch scheint der portugiesische Trainer Roberto Martínez nicht bereit oder in der Lage zu sein, seinen Starspieler zu schonen. Nach dem Spiel verteidigte Martínez die Entscheidung und sagte, Ronaldo sei mental und physisch stark und immer am richtigen Platz.
Dennoch sorgte die Wahl, ihn im Spiel zu lassen, für hochgezogene Augenbrauen. Gonçalo Ramos, 25 Jahre alt und Spieler von Paris Saint-Germain, saß auf der Bank, während Ronaldo in der zweiten Halbzeit kämpfte.
Andere Topstars werden sorgfältiger verwaltet. Erling Haaland wurde von Norwegen geschont, und Lionel Messi erhielt von Argentinien einen Spielfre Undertaking. Beide Trainer prioritisierten Frische für die K.-o.-Phase.
Ronaldo hingegen spielt weiter. Bei diesem Tempo ist es nicht ausgeschlossen, sich ihn mit 45 Jahren bei der Weltmeisterschaft 2030 immer noch an der Spitze vorstellen zu können.
Portugal sicherte sich die Qualifikation mit einem Spiel Vorsprung, aber das Halten von Ronaldo auf dem Platz könnte sie den ersten Platz in der Gruppe gekostet haben. Ein frischerer, beweglicherer Stürmer hätte möglicherweise das entscheidende Tor gegen Kolumbien gefunden.
So steht Portugal am Ende auf dem zweiten Platz und wird wahrscheinlich im Achtelfinale gegen Spanien antreten — ein Duell, bei dem ein unbeweglicher Ronaldo Schwierigkeiten gegen die Europameister haben könnte.